Stimmen von Teilnehmern


 


Erika
Januar 2014

 

Wiedersehen in Moteloy?
Der Ruf ist nicht zu überhören, da lockt auch kein Traumstrand in der Karibik und so mache ich mich zum

zweiten Mal auf den anstrengenden Weg in den peruanischen Regenwald.

Nach der Ankunft in Iquitos so schnell wie möglich ins Camp bei Tamshiaycu, alles klappt reibungslos, herrlich wie mich Wärme und Feuchtigkeit sofort in Geborgenheit einhüllen.

Der nächste Tag startet mit der obligatorischen Ojé Reinigung, das erleichtert die Umstellung von Nahrung und Klima.

Nach dem ersten Ritual wird deutlich, dass ich mich dieses Mal noch mehr mit der Meisterpflanze Chiric Sanango verbinden darf und so beginne ich an Heiligabend mit meiner Diät, in der ich nur einmal am Tag ungesalzenen Fisch und Kochbanane esse, nicht lesen und nur wenig sprechen darf, in Verbindung mit der Natur komme ich tief in meine Prozesse, die ich mit liebevoller und fachkundiger Unterstützung von Angelika und Francisco transformieren darf.

Nach fünf Tagen ist die Diät beendet und ich gehe klar und zielgerichtet in unser Silvester Ritual, es sind auch Peruaner aus der Nachbarschaft dabei, wir verbinden uns und bitten um die Heilung des verwundeten Regenwaldes.

Die restlichen Tage vergehen wie im Flug mit Yoga, Meditation, Visionssuche, Verbindung mit der Erde, Besuch eines NDR Journalisten, der an einer Reportage zur Abholung des Regenwaldes arbeitet, bisher wurden schon 10.000 ha abgeholzt, weitere 150.000 ha sind geplant.

Wir besuchen eine Jäger und Sammler Familie in direkter Nachbarschaft, deren Land auch abgeholzt werden soll, es zeigt sich die ganze Bandbreite unserer dualen Welt, auf der einen Seite die vielen schamanischen Camps, die sich um Heilung und Bewusstwerdung bemühen, auf der anderen Seite mafiöse Strukturen, die gegen die natürliche Ordnung des Lebens kämpfen. Die eingesetzten Mittel scheinen unüberwindlich, aber ich bin überzeugt, dass der Sinn in unserer Bewusstwerdung liegt.

Am letzten Abend vor der Rückreise in Iquitos, frage ich mich, ob man diese gottverlassene, schwülheiße, laute und schmutzige Stadt am Rande des Universums auch lieben könnte.

Wir schauen noch in dem vom Verein „EL Puente“ angemieteten Haus nach dem Rechten, alles wurde schön gestrichen und eingerichtet, die drei Schüler aus Tamshiaycu bekommen hier in Iquitos die Möglichkeit zur Ausbildung, mit der sie eine Perspektive aus bitterer Armut heraus haben.

Jede Spende ist sinnvoll investiert in unser aller Zukunft.

Zurück im Amazon Cafe am Boulevard von Iquitos entdecke ich plötzlich eine Zuneigung zu dieser vergessenen Dschungelstadt mit der unvergleichlichen Mischung an armen, aber geschäftstüchtigen und lebensfrohen Peruanern, skurrilen Weltenbummlern und spirituellen Sinnsuchern, dass ich mir nicht vorstellen kann, wo ich besser die Rauhnächte hätte verbringen können, vielleicht doch der Anfang einer langen Freundschaft.


 

Gabriele
Oktober 2013

Die Wiedersehensreise in Moteloy ein Jahr später

Die Anreise nach Moteloy war mir inzwischen vertraut (mit Rollstuhl im Handgepäck) und in der spanischen Sprache hatte ich mich inzwischen gut vorbereitet. Meine Ankunft war sehr herzlich und ich freute mich wieder da zu sein. Selbst die Hunde hatten mich wieder erkannt und herzlich begrüßt.

Mein 6-wöchiger Aufenthalt war dieses Mal sehr intensiv. Die therapeutischen wie auch die medizinischen Behandlungen wechselten sich jeden Tag ab. Francisco sowie auch William mit ihrer Naturmedizin begleiteten mich, die eine sichtbare körperliche Veränderung mit sich brachte. Ich sah lustig aus, in Lumpen verpackt bewegte ich mich in großer Hitze. Das anschließende kühlende Bad war eine abwechselnde Erfrischung und auch Erleichterung. Die Gespräche mit Angelika bringen eine gewisse Klarheit mit sich. Für die Freizeitgestaltung ist gesorgt oder man nimmt ein Sonnenbad zu sich.
Im Gegensatz zum Vorjahr ist es sichtbar, dass die Vegetation, die Bepflanzung von Moteloy dichter wurde. Die jungen gepflanzten Sprösslinge sind in die Höhe geschossen und verstecken die Hütten im Grünen. Ein bunter und abwechslungs-reicher Tisch mit leckerem Essen war uns jeden Tag beschehrt.

Doch möchte ich gerne berichten, dass sich spürbar auch alles andere im wahrsten Sinne des Wortes verändert hat. Im nahegelegenen Gebiet findet eine illegale Abholzung des Primärwaldes, des Dschungels statt. Dadurch wird der Tierwelt ihr Territorium genommen. Es siedelten sich dadurch in Moteloy neue Vogelarten und andere Tiere an. Von morgens bis abends wird man von schönem Vogelgesang geweckt und begleitet. Meine Spinnenwelt hatte mich dieses Mal auch wieder begleitet, doch ohne Furcht und Panik, sondern als Wegbegleiter. Auch die Winde änderten sich. Immer wieder zwischendurch gab es starke Winde, die ich so nicht kannte.
Nicht nur das die Tierwelt sich ein neues zu Hause suchen muss, wird das zu Hause der dort ansässigen Menschen genommen. Durch die Abholzung und den damit verbundenen Neuanbau von Palmölpflanzen und genutzten Pestiziden, besteht die Gefahr, dass die Nahrung sowie das Wasser verunreinigt und für alle nicht mehr nutzbar sein werden. 

Es macht mich traurig zu sehen, was dort passiert und die Macht des Geldes und des Profites anrichtet. Hoffen wir, dass es noch lange Moteloy in seiner natürlichen Form geben wird. In dem Menschen aus aller Welt Frieden und Heilsein durch die Naturmedizin und der lieben Zuwendung der dortigen Menschen erfahren dürfen.

Lasst uns gemeinsam etwas tun und die Petition auf dieser Homepage unter-schreiben, in der Hoffnung, dass die Verantwortlichen einsichtig und vernünftig werden und den Menschen und der Tierwelt ihr Land zurück geben. Wir haben nur diesen einen Regenwald, der für die ganze Menschheit sehr wichtig und lebensnot-wendig ist.

Es war mir ein Anliegen euch daran teilhaben zu lassen, welche Entwicklung Peru und der Regenwald innerhalb eines Jahres durchmacht. Deshalb dieses Mal eine andere Ausführung meines Reiseberichtes.

Es wird auch nicht meine letzte Reise nach Moteloy sein. Ich möchte weiterhin diesen wunderschönen Ort der Verzauberung unterstützen und die nächste Reise ist in Planung.

Gerne möchte ich es auch erwähnen, dass Angelika und Francisco in Deutschland buchbar sind.


 

Gabriele
Oktober 2012

Meine Abenteuerreise in den Amazonas Dschungel mit Rollstuhl und Rucksack

Ein Jahr zuvor lernte ich Angelika und Francisco in Deutschland kennen und entschied mich „ich muss nach Peru“. Keinen Gedanken daran verschwendet, wie ich querschnittsgelähmt und mit Rollstuhl in den Dschungel komme, zog ich los und buchte die Reise, für mich ganz alleine.

Glücklich, heil und zufrieden angekommen, wurde ich herzlich willkommen geheißen. Der Transport mit Diego nach Moteloy hat wunderbar geklappt, denn ich wurde huckepack durch den Dschungel getragen. Endlich angekommen, fühlte ich mich gleich wie zu hause. Die Hütten sind systematisch angeordnet und für mich einfach zu erreichen. Selbst das Baden unter freiem Himmel war ein Genuss.

Mit gutem Essen, therapeutischen Behandlungen und verschiedenen Zeremonien verbrachte ich die Zeit. Der Tag endete mit einem Baumfrosch-Ruf um 18 Uhr, in dem es dann stockdunkel wurde. Ab dem Zeitpunkt waren wir von einer Artenvielfalt von Tieren umsingelt, die uns in den Schlaf sangen, grunzten und pfiffen. Eine spezielle Grillenart hörte sich so laut an, dass man meinte, man sitze neben einer Flugzeugturbine. Trotzdem konnte ich gut einschlafen und muss jetzt noch darüber schmunzeln. Genossen habe ich beim gemütlichen Zusammensitzen die abendlichen Erzählungen von Mythen und Legenden von Francisco, die Angelika fleißig vom Spanischen ins Deutsche übersetzt hatte.

Vieles könnte ich noch über meinen Aufenthalt schreiben, doch für manches finde ich nicht die passenden Worte, da es ein unvergess-liches Erlebnis war. Und deshalb empfehle ich es jedem, sich selbst ein Bild zu machen, über die tolle Flora und Fauna, das liebevoll mit Herz erbaute Moteloy und seinen Menschen (auch für gehbehinderte geeignet).

Mit offenen Armen wurde ich aufgenommen, gehegt und gepflegt. In jeglicher Hinsicht profitiere ich auch jetzt noch von diesem Aufenthalt. Ich danke Francisco und Angelika für ihre tolle Arbeit, in der ich Heilung und auch sonstige Erfahrungen machen durfte. DANKE

Gabriele

Meine nächste Reise nach Moteloy findet im Herbst 2013 statt, mit Rollstuhl und Rucksack.

 


 

Erika
Oktober 2012

Von Spinnen und anderen Tieren, oder wie ich im Dschungel meine Phobie heilte

 Seit ich denken kann, empfinde ich gruselige Angst und Ekel vor Spinnen. Als Kind erinnere ich mich an alte feuchte Mauern, in denen räuberische schwarze Spinnen hausten, die klebrige Netze an den Fugen gesponnen hatten und wenn eine Mücke dort zappelte, schossen sie blitzschnell heraus und verschwanden mit ihrer Beute wieder im Loch. Ich habe aus sicherer Entfernung gefangene Mücken auf das Netz geworfen um den Horror aus nächster Nähe zu beobachten.

Im Herbst machten mir vor allem die fetten Kreuzspinnen Angst, die für mich etwas tödliches hatten.

Im Haus gab es die dicken schwarzen Hauspinnen, deren Anblick mich in Panik versetzte, ganz zu schweigen von der Vorstellung, sie könnten im Schlaf über mich krabbeln. Trotz oder gerade deswegen hatte ich immer viele Spinnen in meiner Wohnung, so dass ich mich gezwungen sah, Strategien zum Töten aus sicherer Entfernung anzuwenden, wie z.B. Haarspray mit denen ich sie zu Tode sprühte bzw. klebte, Verbrühen mit heißem Wasser, wenn sich eine in die Badewanne oder Spüle verirrte, bis zum schnellen Entfernen mittels Staubsauger, habe ich alles Mögliche praktiziert.

Gerade komme ich aus dem Camp Moteloy im peruanischen Amazonas Dschungel, wo mir der Heiler und Schamane Francisco am Anfang diesen Hinweis zu meiner Spinnenphobie gab:

"Wenn du sie fürchtest, werden sie sich besuchen"!

Es sollte nicht allzu lange dauern, bis wir eines Abends nach Beendigung unseres Rituals im Tempel, eine große Vogelspinne vor Gabriele's Matraze laufen sahen. Franciscos Kommentar dazu war nur: "Tóxicó", als er ihr Leben mit ein paar Schlägen eines Badeschlappens beendete, seine Lebenspartnerin Angelika entsorgte sie schwäbisch fachgerecht mit Handfeger und Schäufelchen, ich war fassungslos.

Wiederum ein paar Tage später, stand ich Mittags in meiner Hütte und sah im Augenwinkel einen grossen dunklen Fleck auf dem Fliegengitter nahe der Eingangstür. Meine Hoffnung, dass es sich nicht um eine Spinne, und falls doch, dann doch bitte auf der Aussenseite des Fliegengitters, erfüllte sich nicht, sie war IN der Hütte. Zuerst versuchte ich es ebenfalls mit der Badeschlappen Methode, aber da ich nur aus sicherer Entfernung warf, federte das Fliegengitter nur ein wenig und die Vogelspinne flüchtete erschrocken in eine Ecke. Da fiel mir der Besen vor der Haustür ein, den ich schnappte und die Spinne damit solange in die Ecke drückte, bis nur noch ein schwarzer Fleck zu sehen war. Mir schlotterten die Knie, aber ich hatte Tarantula erfolgreich besiegt und ab diesem Tag waren die Krabbeltiere kein Problem mehr, grössere tauchten nicht mehr auf und kleinere schüttelte ich einfach lachend aus Kulturbeutel oder Hosenbeinen. Nur als ich Nachts einmal Barfuss von der Hütte zum Bano gelaufen bin, meinte Francisco, dies wäre wegen der Schwarzen Witwen und Vogelspinnen doch etwas Leichtsinnig.

Diese persönliche Tiergeschichte aus dem Regenwald ist nur ein kleines Beispiel für die heilsame Verbindung mit der Natur, die wir in unserer zivilisierten Welt nicht mehr erfahren können, es gäbe noch viel zu erzählen, z.B. vom frechen Affen Amadeus, den gebratenen Maden aus der Palme, Fischen im Badeteich, unzähligen Vögeln, die in der Nacht die Umgebung zum Konzertsaal machen, Baumfröschen und Grillen, die sich anhören, wie Motorsägen und vielem, vielem mehr, einfach unglaublich - increible.

Ein wunderbarer Ort der Heilung und Selbsterfahrung, dank der Arbeit von Francisco und Angelika, danke für diese unvergessliche Erfahrung.


Leonore Thiele, Bochum 
Peru Juli 2011

"Immer wollte ich mal nach Südamerika. Dann hat es mit Hilfe meiner Kinder geklappt, ich habe Angelika und Franzisco kennen gelernt

Und wusste, es wird ein einmaliges Erlebnis. Das wurde es auch. Die Tage im Camp sind unvergessen, das Leben mit euch in der Einfachheit, die schöne Gemeinschaft auch mit Renald, das freundliche Entgegenkommen aller, die mit uns im Busch waren, waren einmalig. Die Erfahrungen über den Schamanismus werden mein Leben noch lange begleiten. Na und wir hatten ja auch viel Spaß.

Renald und ich im Lehm und mit Lehm---war’s nicht  schön? Die anschließende Rundreise, auch etwas, woran ich viel denke. Was haben wir alles gesehen und erlebt! Leider ist das sehr schlecht zu vermitteln weil ihr alle nicht dabei ward.  Darum Leute reist nach Peru ,an den Amazonas und  lasst euch im Camp verwöhnen. keiner wird es bereuen. Das schreibt ein dankbarer Gast."


Renald, Schweiz 
Juli 2011

"Im Juni dieses Jahres bin ich 50 geworden. Grund genug also, mein Leben ein wenig zu reflektieren und einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Nach Indien (Yoga) und Hawaii (Huna) habe ich es nie geschafft, obwohl mich die spirituellen Traditionen dieser beiden Kulturenlange fasziniert und begleitet haben. Erst mein Interesse am Schamanismus und eine entsprechende Ausbildung haben dazu geführt, nun doch noch zum Abenteurer zu werden und den Schamanismus des Regenwaldes hautnah vor Ort kennen zu lernen. So bin ich diesen Sommer nach Peru geflogen und habefast  vier Wochen mit Francisco und Angelika verbracht.

Ausführlicher Reisebericht als pdf (ca90 kB)

Fazit:

Fast vier Wochen war ich in Peru. Zuerst im Regenwald, dann auf Reisen.Die Zeit in der Selva war ganz klar auf persönliche Prozesse fokussiert, die dann aber auf der Reise weitergingen. Ganz definitiv verlässt man auf einer solchen inneren wie äusseren Reise die Komfortzone. Man stösst an Grenzen und durchlebt Situationen, die man im gewohnten Alltagsleben zu Hause meidet. Wir hatten mit Francisco und Angelika zwei gute Reisebegleiter, die aber hie und da umplanen mussten. Es war ihre erste grosse "Aussenreise" und so ist es auch verständlich, dass nicht immer alles so lief, wie wir es mit Schweizer oder Deutscher Präzision erwarten. Schliesslich hat aber immer alles geklappt und letztlich, so sind die beiden -  und nach den Erfahrungen nun auch ich -  überzeugt, geschieht Veränderung/Transformation dann, wenn man sich aus der Komfortzone hinausbewegt und das Leben draussen die Prozesse des Inneren unmissverständlich spiegelt.

Die Ayahuasca-Zeremonien, die Kondore und MachuPicchu werden mir als besondere Eindrücke in Erinnerung bleiben. Und natürlich Angelika und Francisco."

Zuzgen (CH), im September 2011

Renald Müller


Gabriela Grün/ Deutschland
Oktober 2010/Juli 2011

Ich war jetzt das zweite Mal in Moteloy, aufgrund meiner tiefen Erfahrungen mit Ayahuasca, dem Regenwald und den dort lebenden Menschen im Camp.

Doch diesmal war alles anders! Die Reise von Deutschland aus mit vielen Verspätungen und aufwendigen Unterwegsübernachtungen ließ schon ahnen, dass es diesmal wohl noch herausfordernde Umstände sein werden, die mich wohl empfangen und meine Reise weiter begleiten könnten.

Dem war dann auch so. Ich nahm dann diese Begegnungen und das Unerwartete nach einigen Kämpfen an ,als Geschicktes, mich diesem zuzuwenden, um damit im Camp mit Angelika, Franzisco und der Ayahuasca zu arbeiten.

Die Themen auch nach meiner Rückreise hier in Deutschland sind noch immer präsent und die Auseinandersetzung damit auch. Es war diesmal eine sehr, sehr nachdenkliche Reise. Ich danke Angelika und auch Francisco sehr für ihre Liebe und Geduld, auch Ayahuasca und dem großen Geist, die mir soviel gezeigt haben.

Der Regenwald ist tief in meinem Herzen, all die Tiere, Insekten, die Pflanzen und Düfte, das Insektenkonzert jeweils anders, entsprechend der Rhytmen und Zeiten, dann der Sternenhimmel darüber, in dieser Schwärze mit all diesen funkelden Sternen und Verheißungen, für mich auch diesmal ein Ankommen, zu etwas lange Gesuchtem und doch schon immer Bekannten.

Jenseits der uns bekannten Komfortzonen kann man dort in Moteloy grenzübergreifende, sehr tiefe Erfahrungen machen. Angelika und Francisco stellen dafür den Raum zur Verfügung und man kann sich auf ihre erfahrende und unterstützende Hilfe verlassen. Doch man kann genauso gut einfach den Regenwald, das Miteinander in der Familie genießen und so eine andere Kultur besser verstehen und sich mit ihr verbinden.

Ich wünsche euch, Angelika und Francisco, weiterhin gutes Gelingen an diesen wunderbaren Platz und für eure Projekte.

 


 

Sabine Haupt, Kandern
Dezember 2010/Januar 2011
"Ich bin dem Ruf nach Moteloy gefolgt, völlig reiseunerfahren. Und es wurde die intensivste Zeit meines Lebens. Moteloy ist ein wunderbarer Ort, die Selva ist genial all die Themen zu zeigen, um die es in meinem Leben geht, und Angelika und Francisco sind so herzliche und erfahrene Begleiter, wie man es sich nur wünschen kann. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen!"

 


Christiane R.
Juli/August 2010

 Im Sommer 2010 habe ich vier Wochen im Camp Moteloy im peruanischen Regenwald am Amazonas verbracht. Diese Zeit war für mich medizinische Kur und Entdeckungsreise zugleich und damit eine kostbare und heilsame Erfahrung.

Es war wohltuend, mich auf das sehr einfache Dschungel-Leben einzulassen – kein elektrischer Strom, keine modernen Kommunikationsmittel, Wasser aus dem Bach, einfache Holzhäuschen... Das hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, einfach nur da zu sein und sich den inneren und äußeren Prozessen hinzugeben.

Gleichzeitig habe ich das soziale Miteinander als sehr unterstützend und schön erfahren. Ich konnte mich schon nach wenigen Tagen ‚zuhause' und getragen fühlen, trotz der ungewohnten Umgebung, des für mich beschwerlichen Klimas, der fremden Kultur und meiner Sprachschwierigkeiten.

Ich habe die rituellen und medizinischen pflanzlichen Anwendungen als sehr intensiv, tief reinigend und klärend empfunden, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Einen Teil haben sicher auch das heiße und feuchte Klima des Regenwalds (Dauersauna), die besondere Atmosphäre und das gute Essen dazu beigetragen. Dadurch bin ich sehr gestärkt nach Hause gefahren und habe den Eindruck, dass ich auch jetzt noch, über ein Jahr später, davon zehre.

Es war sehr spannend zu erleben, wie Medizin und Heilung auch gelebt werden kann: wie selbstverständlich Spiritualität und heilerische Arbeit miteinander verbunden sind, wie innig sich die HeilerInnen und Schamanen mit ihrer Pflanzenmedizin und den Geistwesen verbinden und wieviel Kraft daraus erwächst.

Alles in allem war es eine Erfahrung, bei der ich mich jetzt schon auf eine Vertiefung freue, wenn die Zeit dafür reif ist.


Monika Seitz, Ulm
Februar/März 2010
Im Februar also begann meine Reise nach Peru. Ich, eine nicht erfahrene Reisende, fasste den Mut eine völlig neuartige Erfahrung zuzulassen. Im Vorfeld dieser Reise hatten sich die Ereignisse überschlagen und tief in meinem Innersten war die Entscheidung gefallen. Nun ging es ans Umsetzen. Ich wusste, diese Zeit würde ich allein mit mir sein, im Außen würden mir Situationen gezeigt werden, vor welchen ich lange Zeit davonlief. Jedoch, es war der richtige Zeitpunkt, alles hatte sich so gut gefügt. Selbst die finanzielle Seite zeigte sich mir unerwartet entgegenkommend; nun bestand keine Ausrede mehr. Mit großer Anspannung stand ich mit Gepäck nun am Flughafen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, innerhalb der nächsten 3 Tagen hatte ich noch einmal zu entscheiden ob ich denn für diese Reise bereit war.....

Ausführlicher bebilderter Reisebereicht als pdf (ca. 600 kB)


Peter Teufel, Ravensburg
Juni 2009

Ich lernte Angelika, Francisco und Victor in Iquitos kennen. Sie erzählten mir von ihrer Idee, den Schamanismus in seiner jetzigen Form erhalten zu wollen, d.h.der Scharlantarie (nur kurieren um des Geldes willen)soweit als möglich Einhalt zu gebieten.
Ich war der erste "Probant" der Dreiergruppe - und ich fand es sehr spannend, sie in ihrer Idee zu unterstützten.
Es gab noch kein eigenes Campamento, aber nicht desto trotz führten wir die Ayahuasca-Zeremonie durch, auch wenn sie etwas "rustikal" war.
Da ich sehr gespannt war, was so passieren würde, habe ich mich ganz in die Hände der Curanderos begeben und hatte sehr intensive Erfahrungen machen dürfen.
Der "Zaubertrunk" (Ayahuasca) wirkte bei mir sehr heftig, ich konnte in Tiefen meines Bewusstsein eindringen, zu denen ich bisher keinen Zugang hatte.
Durch die sehr intensive Betreuung der drei, konnte ich diese Bewußtseinserweiterung gut verarbeiten.
Auch konnten sie meine Sinusitis behandeln - allerdings Wunder können auch sie nur begrenzt vollbringen. Zuhause wirkte die Behandlung noch sehr lange nach. Für mich eine wunderbare Erfahrung, für die ich "meinen" Curanderos sehr dankbar bin.