Zeremonien in Moteloy

Allgemeines zum Hintergrund

"In unserer Seele wirkt eine verborgene Intelligenz, die, wie eine unaufdringliche Regie, unser Leben zu steuern scheint. Sie aktualisiert sich durch das einzelne Lebewesen, immer in Verbindung zu seinem Umfeld, als ein Prozess universaler Selbstorganisation. Dieser Inneren Weisheit können wir uns in jeder Situation anvertrauen, im Großen wie im Kleinen." S. Walch

Unserer Erfahrung nach verbindet sich der Pflanzengeist des Ayahuascas mitdieser verborgenen Intelligenz der Seele und konfrontiert den Menschen mit dem, was zu seiner Heilung not-wendend ist. Oft hat das nichts mit dem zu tun, was der Partizipant sich wünscht, was geschehen möge. Entscheidend ist die Absicht der Seele, der Ruf, den dieser Mensch verspürt hat, mit der er/sie in das Heilungs-Ritual geht. Die Wege, die die Medizin nimmt, sind für uns Menschen oft unvorhersehbar und oft erst unverständlich. Das lehrt uns bis heute immer wieder neu Demut und Hingabe an das göttliche Prinzip.

Die Ayahuasca-Zeremonien in Moteloy sind ausschliesslich mit in Moteloy hergestelltem Ayahuasca. Sie sind frei von chemischen Zusätzen und werden unter fachkundiger Anleitung hergestellt. Die Zeremonien werden von Francisco geleitet und von Angelika begleitet. Oft schliessen sich Mitarbeiter/Innen des Camps an um an den Zeremonien teilzunehmen.

Vorbereitung

Am Tag der Zeremonie gibt es nur leichte Kost - die TeilnehmerInnen sammeln innerlich ihre Themen, mit denen sie in die Zeremonie gehen möchten. Ein Gespräch mit Angelika oder Francisco ist möglich, um die eigenen Themen zu konkretisieren.

Die Zeremonie beginnt in den frühen Abendstunden mit dem heiligen Tee, hier ist Zeit, nachzufragen und Unsicherheiten zu lösen. Dann geht die Gemeinschaft in den Tempel – weiss gekleidet, um ein Zeichen zu setzen, dass man seine Alltagspersönlichkeit abgelegt hat und in Reinheit und Einfachheit um Segen bittet.

Im Tempel

Im Tempel bildet Francisco mit Gebet, Tabak und Gesängen den Schutzraum. Er ruftden Geist der Mutter Ayahuasca und schenkt jedem Teilnehmer eine individuell bestimmte Menge Ayahuasca ein. Dann löscht er die Kerzen. Die Zeremonie durch wird der Prozess des Einzelnen durch die Gesänge des Schamanen geleitet. Er ruft mit seinen Gesängen die Geistwesen (Ikaros), schützt den Raum und die einzelnen Personen (Mariris). Durch sein Wirken gleicht er die Energien der Gruppe so aus, dass sie dem Heilungsprozess des Einzelnen dient. Manchmal rufen ihn die Geistwesen zu einer bestimmten Person. Dort geht er hin und assistiert den Pflanzengeistern. Nach einigen Stunden schliesst er den zeremoniellen Raum mit einem Dankgebet und entlässt die Menschen unter Schutz des großen Geistes in ihr Bett.

Der nächste Tag

Am nächsten Morgen gibt es ein Meeting, wo wir über die Erlebnisse während der Zeremonie sprechen. Hier ist der Ort ungeklärte Fragen zu stellen und aufmerksam den anderen Gruppenteilnehmern zu lauschen. Aufgrund ihrer Erfahrung können Francisco und Angelika helfen den eigenen Prozess zu verstehen