Jahresberichte

Jahresberichte 2015

Jahresbericht el Puente 2015

  Jahresbericht 2015 El Puente Brücke Europa-Peru e.V. 

 

     Zeiten der Veränderungen und des Wachsen -

                                                                         - Aufbruch in einen neuen Morgen

Rückschau:

Das Jahr 2015 begann mit einem großen Ausatmen. Es war wie eine Ruhe vor dem Sturm und wir hatten keine Ahnung, in welche Richtung wir nun weiter vorgehen sollen. Schnell war klar, dass es, wenn wir den zivilen Widerstand aktivieren wollen, wir die Energie auch verantwortungsvoll in eine konstruktive Richtung lenken müssen. Etwas was die Menschen spürbar persönlich und familiär „vorwärts“ bringt. In eine Richtung, die mehr Bewusstsein erschliesst. Energien gegen etwas auszurichten programmiert einen soziale Unruhen und Feindseligkeiten - etwas, was wir nicht nachmehr verstärken wollten. Das Jahr war getragen von verschiedenen Wechseln und Wachstumsprozessen die stattfinden mussten. 

 

Stiftung Pro Vita

'El Puente para la vida' – eine Brücke ins Leben ist der neue Name für unser Ausbildungförderungsprojekt. Gemeinsam mit der Harald Röder und der Stiftung Pro Vita entwickeln wir Möglichkeiten die Situation der Schul- und Berufsausbildung von Jugendlichen aus Tamshyiacu zu verbessern.

Wie die letzten Jahre zeigten, ist die Umstellung der Lebensgewohnheiten von Wald auf Stadt neben den intellektuellen Herausforderungen der Ausbildungssituation, eine der schwierigsten Schritte für unsere Jugendlichen. Nebenbei müssen sie neue Sozialformen lernen und meist ohne die Beratung und Zuflucht bei der Familie auskommen. Im Laufe des Jahres wurden deshalb verschiedene Massnahmen notwendig, die gewährleisten sollen, dass unsere Jugendlichen verantwortungsvoll begleitet werden.

Unser Patenprojekt hatte 2 neue Studenten aufgenommen – Emanuel und Fatima. Damit waren es 4 Vollzeitstipendien. 

Wir bezogen ein neues Haus  in einer zentralen Lage zur Universität – welches gerichtet, gestrichen, geputzt und bezogen werden musste. Wir liessen Schränke machen, kauften Einrichtung und alles in allem wurde es ein gut vorzeigbares Ergebnis.

Wir machten Erfahrungen mit einem direkten Aufnahmeverfahren, das den Schülern möglich ist, wenn die Noten schon im Dezember vorliegen. Es ist etwas teuerer, aber die Aufnahme ist garantiert.

Der ehemalige Schuldirektor Belzazar Guerra Tananata, Francisco´s Bruder und Mitglied des Auswahlgremiums CASMA, begleitete und führte sie.

Im April begann der Ausbildungszyklus – für die vier Vollzeitstudenten Juliza, Gilberto, Emanuel und Fatima. Das ganze Jahr sollte geprägt sein, von den Spannungen der vier (fünf mit Eurebet) und es wurden verschiedene Massnahmen notwendig von denen ich später berichte. Alle Stipendianten wurden mit einem Laptop ausgestattet, von dem einer schon verloren ging.

Fatima konnte sich nicht einfinden in das Zusammenleben und wurde von uns mit einer kleinen Hilfe von 600 Soles im Sommer entlassen. Harald besuchte uns im August und wir hatten eine gemeinsame Woche, prall gefüllt mit Gesprächen mit den Studenten, Eltern und Lehrern, Massnahmen und Feiern. Die Regeln für Neuaufnahmen wurden neu definiert und froh schauten wir auf alles, was da kommen mochte.

(Projektbericht s. Anhang)

Die Regeln die das Zusammenleben koordinieren sollten wurden im September formuliert und eingeführt, Eurebet wurde mit mehr Macht ausgestattet – die sie sich aber nicht getraute zu benutzen. Wir führten Elizabeth Lozano Lozano ein, die mit der Umsetzung der Regeln beauftragt war – Elizabeth ist Soziologin und Antropologin und begleitet uns seit November 2015 mit ihrer Assistenz. 

Die Jungs erschienen nicht zu den anberaumten Supervisionen und ein erneute Gespräche wurde fällig.

Im Dezember, nach einigen Vorfällen dann auch in FB, entschieden wir, die Jungs aus dem Wohnraum auszulagern und zu ihren Familien zurück zu geben. Die Unterstützung sollte weiterlaufen, aber diesmal mit Belege sammeln – formal und selbstständig. Wir arbeiteten einen Vertrag aus – der zu beiden Seiten unterschrieben werden müssen – eine Art Verpflichtungserklärung.

Freie Patenschaften zur Ausbildungsförderung:

Diana Guerra Tananta hat von ihrer Patenschaft eine industrielle Nähmaschine gebraucht kaufen können und ein Jahr Kurse als Näherin besucht.

Elva Luz hat ihre Ausbildung als Krankenschwester abgeschlossen und ein Baby bekommen. 

Christofer Ahu hat nach einigen Anfangsschwierigkeiten sein gewünschtes Studium im August 2015 in Buchhaltung begonnen. 

2016 werden Eurebet und Grecia ihr Studium beenden – Eurebet im Februar und Grecia im August. Beide haben Buchhaltung studiert. 

El Puente de la Amistad' kurz ACELPA (Assosacion Civil EL Puente de la Amistad).:

Zum Jahresende hat Consuelo Garcia Hualinga ihr Amt als Präsidentin von ACELPA niedergelegt und unterstützt den Verein nun in der Position der Sekretärin. Milena Valles Pinche führt bis zur nächsten Wahl das Amt der Präsidentin und Eurebet Guerra Garcia das Amt der Sprecherin. Francisco Guerra Tananta hält das Amt des Schatzmeisters inne.

Das mit den drei Handwerkern initiierte Fairtradeprojekt – gedacht von der Stiftung „pro Vita“ um in einer Weihnachtsaktion Spenden für das Stipendienprojekt zu generieren, machte deutlich, das wir als Organisation noch einige formale Mängel haben. Zugunsten der Studenten und dem Projekt „El Puente para la vida“ versuchten wir uns gemeinsam mit Pro Vita in einem Fair-trade Projekt – 3 Kunstschnitzer stellten für Pro Vita 2000 Motelos (Schildkröten) her. Diese sollten Weihnachten 2015 verschickt werden.

Die Schildkröten sind nach langen Schwierigkeiten im November in Deutschland angekommen und werden nun 2016 verschickt. Aufgrund Unkenntnis auf unserer Seite, kamen diese verspätet an. Der Zoll fand ns verdächtig - aufgrund „ungewöhnlicher“ Abwicklung und Papiere prüfte er die Ware ganz genau. 

Konsequenz daraus ist das für 2106 geplante zusätzliche Program „Fortalezimiento institutional“. Dieses Programm hat zum Ziel, Vereinsmitglieder und Interessierte in die Lage zu versetzen notwendige Anträge zu stellen und im Umgang mit Gelder zu schulen.

Wir entwickelten ein Organigramm und eine klare Aufgabenzuteilung im Verein. Eine interne Akte in der Statuten des Vereins beabsichtigen Handlungsabläufe zu definieren und transparent u machen. Die einzelnen Mitglieder werden geschult, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können.

 

Regenwaldschutz und Abholzung:

Eigentlich würde ich das Projekt gerne umbenennen in: Luft zum Atmen für die Welt. Ganz persönlich habe ich oft dass Gefühl, dass es mir genau an dieser fehlt. Zeit zum Nachdenken, Zeit zu Durchzuatmen, zu Ventilieren – Zeit zum Entscheidungen zu treffen. Nun – das ist mein persönlicher Kampf – aber er findet auch auf der globalen Ebene statt. Und gleichzeitig ganz materiell, hier vor Ort, durch die Bedrohung einer Massenabholzung des Regenwaldes im Interesse von Politik und Großkonzernen.

Zusammenarbeit mit RdR:

Das Jahr begann mit ruhig – Melka hatte RdR verklagt, aufgrund verschiedener Behauptungen in der Petition, die ca. 140 000 Unterschriften hatte. Die Petition musste aus dem Netz gezogen werde, bis das anhängige Gerichtsverfahren abgeschlossen war.

Lea Horak und ich hatten die Petition beim Petersberger Klimagipfel in Berlin an den Minister Vidal übergeben, mit der Bitte die Abholzung zu stoppen.

Im Gerichtsverfahren konnten alle Behauptungen bewiesen werden – bis auf eine Auslegung, die folgendermassen interpretiert wurde, das Melka persönlich die Bauern um ihr Leben bedroht habe. Dies ist natürlich nicht geschehen – die Anwälte Melkas haben dieses Argument von uns auf Melka personifiziert. Damit haben sie einen Punkt 'konstruiert', bei dem sie gewinnen.

Das dies geplant war, zeigt eine umfassend organisiert Propagandawelle von Melka – das eine deutsche ONG sich bei ihm entschuldigt habe. Per Radio, per Flugblatt und per Zeitung wurde diese Lüge von den Anwälten von Asian Cooperation lim. = Cacao Peru verbreitet.

Aber Cacao Peru hielt uns beschäftigt – immer mehr titulierte Flächen – der Staat hilft wo er kann, wenn die Bauern an Cacao verkaufen wollen. Das Papec-Programm: Kakao und Spritz- und Düngemittel gegen Schulden, die die Bauern beim Verkauf ihres Kakaos abzahlen. Eine nachträglich von der UNAP angefertigte Bodenprobe dass der Boden leicht, bis hochgiftig ist  und für den Anbau von Kakao nur mit höchsten Einsatz von Chemikalien möglich. Eine bekannte Methode um sich Land anzueignen. Andere Methoden sind – Ingenieure von Cacao kaufen 300 titulierte Hektar und verkaufen sie dann an Cacao Peru weiter – im Moment läuft eine Gratistitulieren der Regierung für alle, die ein Grundstück haben.  

Überflüge von der Caritas bezeugen, dass nur in den Randbereichen der Felder von Cacao Peru Kakao angebaut wird – im Inneren befinden sich weitläufige Flächen der Palma aceitera und Koka.

Die rechtlich Situation bezüglich der Abholzung ist immer immer noch unklar.

Einerseits kündigen Artikel in den Medien, dass die Abholzung gestoppt ist. Nichtsdestotrotz werden täglich weitere Hektar Primärwald abgeholzt. Eine Erweiterung der Abholzung wurde von der peruanischen Regierung im März 2016 nun genehmigt. Offenbar sind 50 schwere Maschinen für den Anbau von Palmöl auf dem Weg.

Aufgrund des anstehenden Gerichtsverfahren besuchten Francisco und ich im Juni RdR in Hamburg. Schnell war klar, dass sie uns helfen voran zu schreiten. Dass sie an unserer Seite bleiben, und uns helfen wollen – das Projekt gut zu organisieren. Sie setzten als Projektleiter ein und gaben uns Lea Horak mit.

Wir kamen mit Antennenverstärker und Solarmodul in Moteloy an und begann mit der Aufbauarbeit.

Lea machte Interviews mit Betroffenen, organisierte politische Veranstaltungen mit und nahm an 2 Kundgebungen teil. Mein Sohn Gabriel machte bei RdR ein Praktikum und er assistierte Lea bei ihren Aufgaben. So bekam er Einblick, was in so einem Umweltschutzprojekt für Herausforderungen mit der Arbeit verknüpft sind.

Nach Plan konnten wir Ende des Jahres die Grundstücke auf den Verein ACELPA kaufen – und haben nun 11 Grundstücke mit Titel, insgesamt ca. 160 Hektar.

Das ist im Vergleich zu Melkas 50 000 Hektar allein hier in der Nachbarschaft quasi nichts. Trotzdem sehen wir sie als Samen für eine andere Art zu denken, für Erde und Menschen Sorge und Vorsorge zu tragen.

Mit der katholischen Kirche und Pater Yvan hat sich eine sehr hilfreiche Kooperation ergeben.

Gleichzeitig erscheinen immer wieder Informationen, dass die Abholzung gestoppt wird. Im Verlauf des Jahres zeigt sich immer deutlicher, dass offensichtlich nichts gemacht wird bezüglich der Einhaltung der Gesetze zum Schutz des Waldes. Im Gegenteil 2015 machte Humala uns „das Geschenk“, das er bei einem offiziellen Besuch in Tamshiaycu ein klares offenes Statement gab, Agroindustrie und eine damit verbundene Abholzung zu tolerieren, wenn nicht gar zu unterstützen. 

Wir beteiligten uns 2015 massgeblich an Mobilisationen und Demonstrationen und versuchten an verschiedenen Orten für Erweiterung des Bewusstsein zum Schutze des Lebensraumes Regenwald zu sorgen. 

Aktivitäten 2015 im Überblick:

 1. Waschen der Fahne am Nationalfeiertag von Peru.

 2. Sperrung des Amazonas mit Kundgebung gegen die Abholzung und             Wasserverschmutzung

 3. Besuch verschiedener Gemeinden, die durch die Abholzung betroffen sind um sie über die Folgen der Agroindustrie aufzuklären.

       Wir mischten uns als Aktionäre unter und versuchten zur Jahresversammlung der Aktionäre durchzudringen. Veranstalteten dabei ein kleine Kundgebung.

 4. Untersuchung des Wassers auf Verschmutzung der Gebrada Tamshiyacu und Manzanila gemeinsam mit der katholischen Kirche 50:50.

 5. Unterstützung der Gemeinde Panguana I als erste Comunidad de una Reserva de Conservacion del Bosce.

 6. Unterstützung verschiedenster Bauern in der Klärung ihrer rechtlichen Situation bezüglich ihres Grundbesitzes. Unlautere Drohungen seitens Cacao Peru von Haft- und Geldstrafen, wenn sie dem von Cacao Peru vorgeschlagenen Vergleich nicht zustimmen, haben 3 von den 5 Bauern in die Knie gezwungen – zwei davon halten noch standhaft an ihren Besitzrechten fest.

 7. Besuch der GIZ zur Versicherung ihrer Kooperation und zur Kenntnisnahme.

 8. Organisation eines Vernetzungstreffens der  Organisationen GIZ, SERFOR, OXFAM, Servindi, SPDE, SPDA.

 9. Kauf 5 weiterer Grundstücke als Gemeinbesitz des Vereins ACELPA.

 10. Planen eines Permakulturprojektes, welches Modell und Fortbildungsmöglichkeit ist für die Menschen hier, damit sie lernen ihrer Ressourcen möglichst sinnvoll und nachhaltig zu nutzen.

 11. Kontakte schaffen für einen regionalen, nationale und internationalen Markt, bei dem die Bauern ihre Produkte zu fairen Preisen verkaufen können.

 12. Vortrag von der Sociedad Peruana del Ambiente konnte ein Vortrag über die Area de Conservacion privada in der Paroque gemacht werden.

 13. Vortrag mit Bill und Carla Park zum Thema Permakultur.

 14. Arbeits- und Kostenpläne: Zentrum Permakultur und Area de Conservacion privada

 15. Reorganisation des Frente Patriotico als Organ der Bürgerwehr bis zu seiner Neuwahl im April 2016.

 16. Unterstützung verwandter Gruppierungen, wie Defensia del Agua/Iquitos, Sindicato de Construcion civil, Comunidad Panguana.

 17. Registrierung und Erfassung aller Comunidades, die von Cacao Peru betroffen sind. Auf unsere  Initiative in Lima hin kam die Verbindung von OXFAM und den geschädigten Bauern hier in Tamshiyacu zustande. 

 

Area de Conservacion privada:

Laut Plan hätten für die Grundstücke Ende 2015 die Anträge auf Schutz als private Naturschutzzone laufen sollen. Aus folgenden Gründen konnten wir das bis Ende 2015 nicht erfüllen:

 1. ACELPA hatte keinen Buchhalter finden können, der die Buchhaltung so ordnet, dass Löhne gezahlt werden können.

 2. Es mussten Grenzlinien vorhanden sein, die das Naturschutzgebiet eindeutig identifizieren. 

 3. Die Koordinaten mussten verifiziert werden. Mit dem GPS werden Karten der Grundstücke erstellt.

 4. Parzellen müssen zusammengelegt werden, dafür sind neue Anträge nötig.

 Nun haben wir Buchhalter und Grenzlinien. Die Anträge können gestellt werden.

Permakulturprojekt;

Gemeinsam mit Bill Park und seiner Frau Carla planten wir ein Permakulturzentrum, welches nachhaltig regionale, national und internationale Märkte bedienen soll, ohne die Umwelt zu zerstören.

Die Kostenvoranschläge gerieten sehr hoch, so dass wir uns nach anderen, kostengünstigeren Möglichkeiten anzufangen umschauen mussten.

Hilfreiche Bekannte vermittelten uns den Kontakt zu verschiedenen Permakulturzentren. Die Kosten für eine derartige Hilfe sind für uns zu hoch. Wir werden das Projekt hier mit Hilfe verschiedenster Menschen und Medien selbst umsetzen.

Zukunftsstiftung Entwicklung:

Dez 2015: Mit Frau Dr. Annette Massmann konnte vereinbart werden, dass das Permakulturprojekt 2016 mit 60000 € unterstützt wird.

 

Ausblick auf 2016:

Pro Vita und „El Puente para la vida“:

Gilberto und Emanuel wurden aus dem Haus „Casa de la Amistad“ ausgelagert. Letzteres wird nur von Mädchen weiter geführt.

Neu aufgenommen wurden: Samita, Thalia und Leidi – Juliza studiert weiter.

Samita ist Halbwaise – Thalia und Leidi kommen aus Dörfern am Amazonas. Leidi lernt ein Jahr Tourismus und Hotelerie – Thalia und Samita 3 Jahre Krankenschwester.

Als freie Studenten werden neben Gilberto und Emanuel (Forstwirte) unterstützt:

Grecia, Christofer Ahu – beide in Buchhaltung.

Weitere Paten werden gesucht – das System soll auf Anliegergemeinden  erweitert werden.

ACELPA möchte Ausbildungszuschüsse auf Antrag ermöglichen können.

Das Projekt wird von Elizabeth Lozano und Belzazar Guerra Tananta betreut.

 

ACP:

Ende März 2016 wurde die Grenzlinienmarkierung und die Koordinaten definiert. Eine Gruppe von 11 Arbeitern bildeten den Kern des Trupps. Forstingenieure begleiteten die Vermessungen und die Anträge. Die Unterlagen werden nun von der Regierung erneut geprüft, ob sie den Anforderungen entsprechen.

Permakultur:

April 2016 ist Baubeginn für das Ausbildungszentrum. Gleichzeitig werden die ersten Felder angelegt – auf Herbst sind die ersten Ernten programmiert.

Silvia del Agila Reyna, eine Forstwirtin aus Iquitos, wird den Prozess begleiten. Eine Ortsbegehung hat stattgefunden und mit der behutsamen Freilegung des Bauplatzes wird am Montag den 18.4.2016 begonnen.

Am 4.5.2016 besucht uns Frau Massmann von der Zukunftstiftung Entwicklung, um uns in der Umsetzung des Projektes zu beraten.

ACELPA:

Schulungsprogramm:

 1. Fortalezimiento institutional

 2. Permakultur

 3. Filme

 4. „Abendschule“ - im Sinne der VHS, wo bestimmte Themen gelernt werden können – durch „Kundige“ angeboten gegen eine symbolischen Entgelt:

- erste Hilfe, Wundversorgung; 

- Ernährung von Kinder;

- traditionelle Medizin und die Behandlung von Krankheiten; 

- Massage und Knochenrichten; 

- erste Hilfe bei Schlangenbissen, 

- Englisch

- Bedienung von Computer 

um nur ein paar Ideen aufzuführen.

Übersicht Finanzen: 2015:

Rettet den Regenwald RdR:

RdR hat 130811,00€ überwiesen. Davon wurden 2015 bei einem Kurs von 3,2 im Durchschnitt 

55549,13 € ausgegeben. Dieser Kurs war für 2015 der durchschnittliche Wechselkurs. 

 

Die Verteilung wie folgt:

 Landkauf: 92608 Nuevo Soles 11 Grundstücke wurden auf ACELPA eingetragen. Die Hälfte der erworbenen Grundstücke erfolgte als Spende aus einem früheren Kauf durch Angelika Kotzur. Insgesamt sind es ca.150 Hektar. Wir kauften die Grundstücke von Majin Gonzales mit Ottilia Oliveira 33 Hektar, Rhios 20 Hektar, Arnaldo Pereiira 25 Hektar, Antonio Fasabi 20 Hektar. Gestiftet sind Gonzalo Campos 17 Hektar, Raul Tapajuri 8 Hektar, Natiko Fasabi 4 Hektar. Emperatrize Ijuma 8 Hektar, Abilio Pinche 12 Hektar

Folgekosten: 11381, 24 S/. für Notar und Anpassung der Statuten von ACELPA  an die neue Situation unverkäufliche Länderein im Inventar zu haben. Umschreibegebühren und Steuern. Materialien  zur Aufforstung.

Projektleitung: 32620 S/. Honorare für Planung und Umsetzung des Projektes 

Verpflegung u. Betriebsausgaben dritter etc.:15717 S/. Ausgaben für geschädigte Bauern, Rechtsmittel und Reisekosten. 

- Von diesem Geld wurden die Anreinergemeinden Melkas (Situation aktuell, Lebensbedignungen erfasst und besucht deren Daten 2016 dann an OXFAM weiter gegeben werden konnten.

- Des  weiteren waren große Posten die Reise nach Lima zum Verbindungstreffen, aus dem dann 2016 das Pronunciamiento aller verbündeten Organisationen hervor ging.

- Eine Veranstaltung über ACP Area de Conservacion Privada und einen Vortrag über Permakultur wurden davon organisiert und zahlreiche Aufklärungsveranstaltungen in Tamshiaycu und Anreinergemeinden zum PAPEC-Programm von Melka und den Auswirkungen von Agroindustrie und Monokulturen.

- Wir beteiligten uns mit 1000 S/. an der von Padre Yvan initiierten Wasseruntersuchung des Baches Manzanilla. Das Ergebnis war negativ. Jedoch ging  am 8.4.2016 eine Welle toter Fische vom Fluss Manzanilla der Melkas Territorien durchfliesst, in den Amamzonas.

Frente y otros: 5263 S/. Der Frente wurde eingerichtet mit Laptop, Beamer, Kameras, Banner, Lautsprechern, 2 Handies. Ausserdem beinhaltet der Betrag Reisekosten nach Iquitos, zu betroffenen Gemeinden. Kundgebung und einTreffen in Lima auf der nationalen Ebene, m auch für den Fall Tamshiaycu die nationale Unterstützung zu erhalten.

Für die Defensia del Agua eine Videokamera, Banner und Unterstützung bei Demonstrationen, Reisekosten.

Viaje Transport:14847,98 S/. 

Verwaltung Kommunikation: 1604 S/. ACELPA wurde ausgestattet mit einem Antennenverstärker und Solargeräten um die Kommunikation zu ermöglichen. Kameras und Laptop wurden gekauft, was aber über el Puente Brücke Europa-Peru eV direkt bezahlt wurde.

Unterstützung Dritter: 3016 S/. Einmalige Unterstützung bei Krankheits- oder Schadensfall. Interessierte Bauern wurden unterstützt in der Überprüfung ihrer Dokumente bei der SPDA,ob eine Naturschutzzone möglich ist.

Reserve: 700S/. Damit wurde ein spontaner Besuch der Fiscalia bei den durch Anzeige durch Melka betroffenen Bauern bezahlt.

Gesamtsumme ist 177775,22S/. = 55549,13 €

Pro vita:

Überweisungen gesamt:18 700 € 

- Ausgaben in Soles 45995 S/. bei Kurs von 3,2 = 14373,44 €

Fairtrade-projekt 21207 S/.                  =   6627,19 €

Die Differenz wurde nach 2016 als Defizit genommen, und im März  2016 durch Provita ausgelöst.

Casa de la Amistad – el Puente para la vida
Löhne: 5342,00 S/.
Material und Ausstattung: 9545 S/.
Verpflegung: 7732 S/.
Miete NK: 10330 S/.
Schulkosten 2540 S/.
Transport: 2365 S/.
Medizin: 356 S/.

Kommunikation 370 S/.

Betreuung extern: 260 S/.
Taschengeld -
Juliza: 2230 S/.
Gilberto: 2040 S/.
Fatima:1075 S/.
Emanuel: 1810 S/

Gesamt = 45995 S/. = 14373,44 €

 

El Puente Brücke-Europa Peru:

Ausbildungshilfen 2960,94 €
Davon an Grecia Utia: 2800 S/.
Eurebet: 2660 S/.
Christofer Ahu: 2010 S/.
Diana Guerra: 2005 SS/. 

Gesamt = 9475,00  S/.= 2960,94 €

Im Grunde wurden alle Spenden über Rettet den Regenwald und Provita abgedeckt. Vom Verein El Puente kamen 

 

Anhänge:

Fotos

Bericht Harald Röder, Pro Vita

Jahresabschluss

Reporte 

Fortbildungsreihe  Capazitaciones und Fortalezimiento institutional

 

Folgebericht April 2016

 

Grenzlinienmarkierung

Mit einer Gruppe von 11 Arbeitern, einem Hund und einer Katze wurden die Grundstücke neu vermessen. Es wurde ein 1m breiter Streifen geschlagen, der alle 50m mit einen roten Pfosten versehen wurde. Zur Strasse hin wurden die Pfosten auf 25m korrigiert. Bevor angefangen werden konnten mussten alle Arbeiter mit Steuernummer versehen werde. Elizabeth begleitete sie. Es waren 11 Arbeiter auf Honorarbasis beschäftigt und 4 Personen auf Gehaltsliste.

Wir kauften eine Motorsäge und ein Motorrad, Schubkarren und einfaches Werkzeug und begannen am 15.1.2016

Nach ersten Versuchen mit dem GPS mussten unsere Leute einsehen, dass wir besser einen offiziellen Vermesser vom Landwirtschaftsamt bestellen, da wir noch nicht in der Lage sind, das neue GPS Gerät selbst zu bedienen. 2 Personen konnten etwas eingelernt werden. Einige Grenzlinien sind falsch überliefert und müssen berichtigt werden. 

Die Arbeit wurde am 29.3.2016 beendet. Eine Begehung der Grenzlinie (Directiva mit Belzazar, Francisco und Angelika) fand am 28.4.2016 statt. Die auf unserem GPS festgehaltenen Daten gehen an die SPDA.

Insgesamt war das Projekt  „Grenzlinien“ ein voller Erfolg – Freundschaften wurden geschlossen und Vertrauen gefestigt. Sowohl Finanzrahmen als auch Zeitrahmen waren realistisch. 

 

Landkauf 

Der Kauf von 5 weiteren Grundstücken war geplant. Bei genauerer Prüfung der Dokumente haben sich nur Bertha und Rosler, Sohn von Hermogenes als Verkäufer bestätigt. Sie konnten alle notwendigen Unterlagen liefern.

Der Kauf ist geplant auf den 26.4.2015, bzw. auf die letzte April Woche.

 

ACP (Area de Conservacion Privada)

Am 18.4.2016 reisten wir mit der ganzen Directiva nach Iquitos zu unseren „Abgabetermin“ unserer Dokumente.

9 Grundstücke wurden als möglich definiert. 2 wurden im Vorverfahren ausgeschlossen, da sie in der von Cacao Peru beeinflussten Zone liegen. 

Die Korrekturen der Grundstückskoordinaten müssen auf der Gemeinde hinterlegt werden und ein Antrag an das Landwirtschaftsministerium muss gestellt werden. Der Prozess wird von Silvia del Aguila Reina und ihre Bruder Wellington del Aguila Reina begleitet.

Pläne werden anhand des neuen GPS Gerätes von der SPDA erstellt. Die Daten von den del Aguilas erstellt.

 

Permakultur

Eine Erstbegehung und Definition des Bauplatzes des gesamten Komitees von ACELPA Directiva + 6 weiteren Vereinsmitgliedern erfolgte am 7.4.2016.ACP 

Am 20.4. 2016 war die erste Bestandsaufnahme (Vor-Inventur) des Grundstückes/des Bauplatzes. Die Inventur wurde durchgeführt von Silvia del Aguila und ihrem Bruder Wellington. Silvia del Aguila und ihr Bruder Wellington, beide Forstwirte und mit der Spezialität „traditionelle Anbaumethoden“ stehen uns als Berater zur Verfügung. Silvia wird zwei Tage in der Woche für uns arbeiten - Wellington ist noch im Studium und wird das Projekt in Absprache mit seinem Stundenplan und seiner Schwester Silvia begleiten.

 

Im zweiten Schritt, parallel zum Bau des Permakulturzentrums, werden die ersten Anpflanzungen definiert. Gemeinsam mit Silvia werden wir festlegen, was angepflanzt wird.

 

Am  26.4.2016 wird der Baugrund bereitet – erster Rückschnitt der definierten Flächen.

Parallel dazu wird der Baubedarf definiert – wieviel Räume, Lager, Frühbeete, Hygieneeinrichtungen, Fischreservoirs. Wasser- und Stromversorgung. Das Zentrum für Permakultur soll im August bezugsfertig werden. 

Die Arbeiten werden, bis das Baulager steht von Moteloy aus „gefüttert“. Aus den ACELPA Familien bekommt jeweils ein Mitglied die Chance zu arbeiten.

 

Kontaktaufnahme mit Bill ist Anfang Mai 2016 vorgesehen, ob und was er verkaufen will (Parallel werden wir die Wildsammler kontaktieren und alle, die sich an Produkten von hier interessiert gezeigt haben).

Wir denken auch an eine Kontaktaufnahme erneut zu Primavera life.

ACELPA – 25.4.2016 feiert seinen Geburtstag

Ziel der Veranstaltung ist eine Informationsfläche zu den Projekten. Berührungsängste zu senken und mögliche Verbündete zu identifizieren. Der Bereich Permakultur, ACP, Stipendien und Ausbildungshilfe, Panguana 1 – eine Gemeinde wählt den Naturschutz, die Kirche, geschädigte Bauern werden sich vorstellen. Ein Jahresrückblick zeigt die für den Verein bedeutenden Ereignisse von 2011- 2015. 

Bis zum WE wollten wir auch unser Schulungsprogramm – Filme und Fortbildungen - präsentieren.

Seit dem 1. April 2016 hat ACELPA ein Büro im Kirchhof der katholischen Kirche. Das Büro ist Mo-Fr 9-13 und 15-19 Uhr geöffnet.

Weitere Ergebnisse der letzten Zeit:

  •  Die Gemeinde Panguana 1 hat sich mit unserer Hilfe als erste Naturschutzgemeinde definiert und widmet ihren ganzen Gemeindegrund der Permakultur und ihren Primärwald als ACP.

 

  •  Wir haben ein Motorrad, welches uns erleichtert, Versammlungen einzuberufen. Für die Bewachung des Naturschutzgebietes, Waldwege etc. ist es nicht geeignet, wie sich herausstellte.

 

  •  Neben den beginnenden Bauarbeiten haben wir langsam aber sicher mit Rauls Hilfe die Zahlen im Griff. Im Anhang findet ihr die erste Sunatabrechnung und den Jahresabschluss von ACELPA.

 

  •  Immer noch sind wir am definieren von Arbeitswegen – wie muss abgerechnet werden, welche Antragswege müssen eingehalten werden um unseren Betrieb als Verein zu automatisieren.

 

  •  Abgabepflichten sind höher als gedacht. Ein Verein in bestimmter Größe braucht eine bestimmte Anzahl von Festangestellten, die Abgaben an den Staat, Steuern und Sozialversicherung zahlen.

 

  •   OXFAM hat alle Rechtsfälle der Bauern in Tamshiyacu übernommen. Sie agieren direkt über Ruperto mit den Betroffenen. In einem Gespräch mit Ruperto am Montag haben wir ihn zum Sachverständigen-OXFAM erklärt. Ich glaube, damit hat er das Friedensangebot angenommen und wir haben eine weitere „Einheit“ erreich

 

  •  Ruben Regifo Rios, Anwalt, besorgt mir eine Arbeitserlaubnis und fordert die bezahlte Buchhaltungssoftware ein.

 

  • Die Fortbildungsreihe von Elizabeth ist jedes Mal weniger besucht. Wir müssen gemeinsam mit ihr analysieren, mit was das zusammenhängt und unsere Konsequenzen daraus ziehen. Ich vermute, die neuen Lernmethoden sind überraschend für Menschen, die eine rudimentäre, autoritäre Schulbildung genossen haben.

 

  • Die Damen der Directiva (Consuelo, Milena, Eurebet) haben an einer Fortbildung über Leadership und Führungsrollen teilgenommen. Sie haben wenig erfahren, was sie dachten zu erfahren. Sie wurden angeleitet  sich in verschiedenen Situationen mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und mussten dann aus der Erfahrung heraus definieren, was für sie Führungsrolle bedeutet.

 

  • Wir arbeiteten an dem Thema: Normas de control

 

Alte und neue Mitarbeiter 

Im Moment haben wir 5 fest angestellte Mitarbeiter – Francisco Guerra Tananta, Elizabeth Lozano, Eurebet Guerra Garcia, Belzasar Guerra Tananta. Dies sei das gesetzlich vorgeschriebene Minimum bei der Größe des Vereins. Die anderen Arbeiter (11) werden im Moment auf Honorarbasis bezahlt. 

Bevor wir mit der Grenzlinienziehung beginnen konnten, mussten die Arbeitspapiere der menschen hier in Ordnung gebracht werden - Steuernummer beantragt werden etc. Elizabeth hat sie begleitet. Sukzessive werden wir weiteren künftigen Mitarbeiter helfen ihre Papiere in Ordnung zu bringen.

Raul Carranza ist ein Buchhalter genau nach unseren Bedürfnissen, da er uns zahlreiche Tips geben kann, wie man die Dinge hier in Peru löst. 

Belzazar hat sich als ein hervorragender Mitarbeiter der Directiva bewiesen – er kann sowohl Menschen anleiten, als auch Pläne umsetzen und Berichte schreiben. 

Mit Elizabeth müssen wir noch die Grenzen besser abstecken. Die Berichte zu den Fortbildungen und Aktionen wurden verfasst.

1 Mal in der Woche, meist Montags, besprechen wir den Wochenplan, stimmen unsere Aktivitäten aufeinander ab. 

 

Die Aufgabenverteilung ist wie folgt im Moment

Francisco und Angelika kontrollieren Einnahmen und Ausgaben und erstellen die Arbeitspläne, definieren Ziele und stellen Menschen ein.

Elizabeth hilft der Frauen im Büro bei der Einarbeitung. Des weiteren ist sie unsere politische Verantwortliche und die Zusammenarbeit mit anderen Umweltschutzorganisationen. Frauenbeauftragte. Betreut unser Ausbildungsprogramm und unsere Studenten. (Elizabeth wurde von Raul verdonnert meine Tabellen zu benützen und ich bitte Anna, sie möge diese von 2016 so erstellen, dass sie in Castellano ist). Sie wird keine Arbeitspläne mehr erstellen, da sie nicht wirklich realistisch sind.

Consuelo im Sekretariat nimmt Anträge entgegen und leitet sie an die entsprechenden Stellen weiter.

Des Weiteren ist sie Empfangsdame für alle Gäste und deren Unterbringung.

Milena als Präsidentin ist offiziell unsere Repräsentation und Administratorin notwendiger Arbeiten.

Belzazar ist Francisco rechter Arm auf dem Feld. Organisator der Arbeiten und der Berichte - leitet die Vorarbeiter an.

Eurebet macht die Buchhaltung. Im Moment ist das Prozedere wie folgt:

Kostenvoranschlag muss von uns (Francisco und Angelika abgesegnet werden, die Rückerstattung erfolgt in Belegen und Rückgeld, wird auch von uns abgesegnet.

Raul weiss durch die „visto bueno“ Stempel und unser Kürzel, dass das von uns abgesegnet wurde. Eurebet geht jetzt aber erst einmal in den Krankenstand. Sie bekommt keinen Lohn, aber sie ist krankenversichert.

Geyne ist probeweise unser Medienbeauftragter - er sorgt für Besucher und einen geregelten Ablauf. Er ist bei der Programmauswahl beteiligt. Der Filmabend wird Donnerstag sein. Gleichzeitig führen wir eine Lesezirkel zur Permakultur ein.

Silvia del Aguila Reina und Wellington del Aguila Reina - Permakultur und ACP

Raul Carranza, Buchhaltung

Ruben Rengifo Rios, Anwalt und Rechtsvertretung

 

 

 

Vorausschau auf das weitere 2016

  • 24.4.2016: 5 Jahre ACELPA mit einem fotografischen Rückblick auf das Jahr 2015 mit Indoständen der Vereinsarbeit und befreundeter Gruppierungen, wie der Defensia del Agua und der Kirche.
  • 25.4.2015 Rückblick und Auswertung des letzen halben Jahres.
  • 26.4.2016 Kauf der Grundstücke Rosler und Bertha
  • Am 4.5.2016 besuchen uns Frau Massmann  und ihre Kollegin von der Zukunftsstiftung Entwicklung – ich erhoffe mir Anregung und Hilfe bei der Organisation unserer Strukturen hier.
  • Mit der Geburtstagsfeier wird die Filmfortbildungsreihe und Permakulturreihe eingeführt. Filme werden künftig Donnerstags von Geyne gezeigt. Ein Leserkreis/Arbeitskreis „Permakultur“ wird installiert.
  • Für die Baugrund- und Feldbereinigung sind ca. 4 Wochen angesetzt. Parallel läuft die Aufnahme des Inventars des Waldes(ACELPA mit SPDA). Das Unterstützungsprogramm von der SPDA bezüglich privater Naturschutzzonen endete Dez. 2015. Dennoch haben sie uns ihre kostenlose sachliche Beratung zugesagt - und die Empfehlung von den entsprechenden Ingenieuren, Gutachtern und Kartographen, die von ACELPA gezahlt werden müssen.
  • Erstellung der notwendigen Karten für den Antrag zur ACP mittels der von uns auf dem neuen GPS erstellten Daten durch Dr. John.
  • Mit OXFAM beraten, was wir im Fall der manipulierten Titulierungen von Ländereien machen sollen. Ein angeblich vom Municipio ausgehendes Projekt, in dem die Bauern kostenlos ihre Grundstücke titulieren können. Dieses Projekt ist finanziert von Cacao Peru - die auch die Ingenieure stellen, die die Grundstücke vermessen.
  • Planung des Anwesens - Erstellen des Bauplans für die Konstruktion der Gebäude, Festlegen der Anpflanzungen
  • Entwickeln der Kontakte zu Verkäufern, Regional, National, International.
  • Über Silvia entwickelt sich eine weitläufige Zusammenarbeit mit dem „Temple of the inner way of light“ in Iquitos - und dem Verein Chaicuni. Zumindest gedenken wir uns in Pflanzen und Setzlingen auszutauschen. Die ganzen Aktionen bis auf die Patenschaften wurden bislang 50:50 von Spenden der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung und dem Verein Rettet den Regenwald finanziert.
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Das Jahr 2014 war in verschiedenster Hinsicht schwierig und ernüchternd – oder sagen wir klärend.
„Rettet den Regenwald“ wurde von Melka – sprich von Cacao Peru Norte SAC, wegen Rufschädigung angezeigt. Aufgrund einer einstweiligen Verfügung musste RdR die Petition gegen die Abholzung aus dem Netz nehmen. Ich flog nach Hamburg, um dem Rechtsanwalt dort zu bestätigen, dass es sich bei den Berichten um Tatsachen handelt. RdR muss Beweise erbringen, damit die Anzeige zurück gewiesen werden kann. Es wäre von Vorteil, wenn der Prozess eine möglichst große Öffentlichkeit bekäme.
Im April hatten wir die Möglichkeit in Berlin auf einem Vorbereitungstreffen für den Weltklimagipfel dem Umweltminister von Peru persönlich die Petition mit 139 000 Unterschriften und einen Brief von Francisco zu überreichen. https://www.regenwald.org/news/6031/wir-bleiben-ihnen-auf-den-fersen-herr-praesident

Melka ist dieses Jahr mit seinem Unternehmen an die Londoner Börse gegangen. Er will mit seinen „nachhaltig“ produzierten Kakao als weltweit billigster Kakaoproduzent in die Geschichte eingehen. (www.unitedcacao.com, falls jemand schauen möchte) Vermutlich nutzt er dazu genmanipulierten Kakao, dieser braucht angeblich weniger Schatten. Nachdem mittlerweile mehr als 3000 Hektar abgeholzt sind, gibt es keinen Schatten für die Kakaopflanzen. Laut Augenzeugen gab es schon Einbussen in den Pflanzungen. Im Moment sind ca. 500 Frauen zum Pflanzen des Kakaos eingestellt, weitere 300-400 Arbeiter für andere Arbeiten, nach wie vor sind es hauptsächlich Fremdarbeiter. Auf einem Treffen der Bauern mit dem neuen Bürgermeister, der sich mit einem Ingenieur von Cacao Peru präsentierte, wurde angekündigt, dass sie, wenn das mit dem Kakao schief ginge, wie in Ucayali Palmöl anbauen würden. Auch wurde mir noch mal deutlich, dass alle Anträge von Cacao Peru in Lima auf Palmöl laufen – nicht auf Kakao. Er rühmt sich damit, dass er viel Geld in Sozialleistungen steckt – in der Realität sieht das so aus:

  • er finanziert Demos seiner eigenen Mitarbeiter, um für Cacao Peru Norte SAC zu protestieren
  • er hat eine Miss Tamshiyacu gestellt und finanziert
  • er hat bei der Bürgermeisterwahl dafür gesorgt, dass sein Kandidat gewinnt
  • er hat einen Spielplatz in Tamshiyacu für die Arbeiterkinder gebaut

Die Diskrepanz zwischen Schein, den man aufbaut und tatsächlichem Sein ist in Tamshiyacu wie überall auf der Welt ziemlich groß. Bei der diesjährigen Bürgermeisterwahl in Tamshiyacu, haben sich Neuordnungen im sozialen Gefüge ergeben: Je näher die Bürgermeisterwahl rückte, desto eifriger wurden die Anstrengungen verschiedenster Gruppierungen, den „eigenen“ Mann zum Bürgermeister zu machen. Menschen unter verschiedensten Parteinamen fanden zusammen und rissen die „Abholzungsgegner“ auseinander. Misstrauen begann sich breit zu machen und einer verdächtigte den anderen mit der falschen Partei zusammen zu arbeiten. Es entstanden neue Feindschaften und neue Freundschaften....Für unsere Arbeit war das nicht wirklich hilfreich und ziemlich desillusionierend. Das Einzige was konstant blieb war, dass wir mit den Spendengeldern den Kampf der Bauern weiterführen konnten – den Kampf um die Grundstücke, die ihnen weggenommen wurden und wo unerlaubt gerodet wurde...Aber es ist mühsam – die Korruption reicht bis in höchste Regierungsebenen. 3 mal wurde deren Fall geschlossen – 3 Mal wurde er wieder aufgenommen. Das Büro von Joni Rhios, dem Staatsanwalt für Umweltschutz in Loreto/Peru, wurde Ende des Jahres geschlossen – ersatzlos gestrichen. Nun ist er arbeitslos. Das Büro der SPDE – die Organisation, die sich seit 25 Jahren für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt, wurde auch geschlossen. Wir hatten dieses Jahr verschiedene Besuche von Reportern, u.a. vom NDR. Wir hatten Besuch von „Rettet den Regenwald“ und  2 weiteren Besuchen verschiedener Staatsanwälte, das peruanische Fernsehen war in Moteloy, – u.a. weil 2 Dörfer Anzeige erstattet hatten, dass Cacao Peru ihnen das Trinkwasser verunreinige. Stephan Germuth hat mit seinem Projekt „nachhaltig produziertes Rosenöl“ begonnen. Die Idee war, den Bauern alternative Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten zu bieten. Wir hatten Besuch von Gerhard Benz von Primavera life, der sich die Gegebenheiten vor Ort anschaute. Die Spendengelder gingen  in den Rechtsstreit der Bauern, u.a. in eine Reise zum Landwirschaftsministerium nach Lima. Immer wieder auch Logistik, Unterkunft und Verpflegung diverser Gruppen (Reporter-NDR, Bild am Sonntag, peruanisches Fernsehen...) – auch für 3 weitere Besuche der  Staatsanwaltschaft, der Landvermessung und der Polizei.Wir kauften 2 Foto- und 2 Filmkameras, wovon jeweils eine Ausstattung an die Non-profit-organisation „Defensia del Agua“, dem Wasserschutz, ging. Weiterhin unterstützten wir mit Spendengeldern finanziell Aufklärung und Protest - Veranstaltungen der Umweltschützer in Iquitos und in Tamshiyacu.

Ausblick 2015:

Auf juristischer Ebene und auf der Ebene von Gesetzesgrundlagen macht die SPDE weiter, auch wenn sie ihr Büro in Lima schliessen musste. Auch RdR macht weiter. Hilft uns mit Spendengeldern Land zu kaufen um es vor der Abholzung zu schützen.

Konkret heisst das:

  • Weiterhin Unterstützung der juristischen Auseinandersetzung von Bauern und Gemeinden mit Hilfe von Spendengeldern.
  • Der gemeinnützige Verein: El Puente del Amistad kauft mit Hilfe von Spendengeldern Land von Bauern, die aus Notwendigkeit oder anderen Gründen verkaufen, um einen alternativen Käufer zu Cacao Peru Norte SAC zu schaffen.
  • Mit Hilfe der Organisation SPDA (http://www.spda.org.pe/) stellen wir den Antrag den gekauften und rechtlich ungeschützten Ur-Wald in eine geschützte Zone zu wandeln.
  • Überprüfung der Möglichkeit Perma-Kultur anzusiedeln.

Nach wie vor ist die Unterstützung der Bildung für uns ein zentraler Punkt des Regenwaldschutzes. Von Gilberto und Juliza findet sich im Anhang ein Bericht. Unsere Vermieterin für das Haus der Studierenden hatte Probleme mit Verschuldung und so mussten wir das Haus wechseln. Wir entschieden uns für eine zentralere Lage, was sicherer, aber weitaus kostenintensiver ist. Mit der Schule CASMA arbeiteten wir das Auswahlverfahren für die neuen Stipendien von Pro Vita aus. Wir entschieden uns für ein Examen, welches von den Lehrern erstellt wurde. Diesem Examen unterzogen sich das jeweils beste Mädchen und der beste Junge der beiden Klassen. Es „gewannen“ Fatima und Emanuel das Stipendium – sie haben bereits am 22.12.2114 mit den Vorbereitungskursen angefangen.

Am 19.12.2014 haben unsere Schüler den Umzug in das neue Haus gemeinsam mit Francisco gemacht. Das das Arbeiten an der Uni auch in Peru eines Laptops bedarf, hat die Stiftung Pro Vita beschlossen, pro Schüler einen Laptop zu spenden.

Unsere anderen Patenkinder:
Grecia – sie studiert weiter. Eurebet auch – sie kommt jetzt in das letzte Jahr, wo sie auch Berufspraktika machen muss.
Elva-Luz unterbrach ihr Studium im November um einem Baby das Leben zu schenken. Zu ihrem Abschluss fehlen ihr noch ein halbes Jahr und die Prüfungen.Ihr Plan ist es, das fehlende halbe Jahr sobald wie möglich zu machen. Im März hätte Christopher seine Schulbescheinigung abgegeben müssen. Bislang liegt uns noch keine Studienbescheinigung vor. Bis geklärt ist, ob er tatsächlich einen Studienplatz hat, wird die monatliche Unterstützung durch seine Paten von uns noch zurück gehalten. Leo erhält weiterhin von seiner Patentante Leonore ein Entwicklungsgeld:-) Achilles hat durch die Studienhilfe so gut Englisch gelernt, dass er auf einem Kreuzfahrtschiff eine Stelle im Service bekam.

Ausblick:

Wir überlegen, ob wir einen Ausbildungsfond anlegen könnten, für jugendliche Waisen und Halbwaisen. 2015 werden 2 weitere Studenten mit Vollstipendium aufgenommen – damit haben wir Aufnahmestopp bis die ersten die Ausbildung beendet haben. Das sind vermutlich 2 Jahre.

 Feb. 2014 - Wir habe ein Haus in Iquitos!

Nach langem Suchen haben wir in Iquitos ein Haus gefunden, in welchem unsere Studenten - Jugendliche von ca. 16 Jahren aufwärts wohnen können.

August 2013 besuchte uns Harald Röder von der Stiftung "provita". Ein Besuch mit hoher Intensität und Geschwindigkeit - es war wunderschön zu erleben, wie wir in kürzester zeit unserer aller Vorstellungen verbinden konnten.

So besuchten wir Nachmittags die Schule in Tamshiyacu "CASMA" und es kam die Patenschaft von Juliza und Gilberto zustande. Gleichzeitig sagte Harald zu, dass wir ein Haus kaufen oder mieten werden, wo die Studenten wohnen können.

WIr fanden das Haus Anfang Dezember - da das Studium der beiden schon im Januar 2014 begann mussten wir uns beeilen mit dem herrichten. Linder und William von Moteloy - gemeinsam mit Consuelo machten sich ans Werk, während Francisco und ich im Camp Gäste hatten.

Die Zimmer sind einfach und die Einrichtung bescheiden - aber wir können Ihnen alles bieten, wass sie zum Studieren brauchen!
Für 2014 stehen wir vor der Herausforderung die nächsten 2 Schulabgänger zu wählen, die als nächstes von Provita eine Ausbildung finanziert bekommt.
Wer möchte kann die zu diesem Zweck entstandene DVD von Harald Röder, "provita" über unser Kontaktformular anfordern!
Mittlerweile haben wir insgesammt 9 Schüler, deren Ausbildung wir mit unserem Verein "El Puente" unterstützen.
Stoppt die Abholzung für Biodiesel!
Wie vielen nun schon bekannt begann im März 2013 begann das desaströse Programm mehr als 150 000 Hektar Urwald abzuholzen. Ein Teil davon ganz in unserer Nähe:
Unsere nächsten Aktionen:
- Mit den gesammelten Spenden unterstützen wir die Bauern Öffentlichkeit zu erreichen mit ihrem Anliegen ihr Land zu schützen
- wir wollen Land kaufen, um es vor dem Zugriff des Multikonzerns zu schützen
- wir schaffen faire Einkommensmöglichkeiten für die Bauern und Fischer - nachhaltig, die Artenvielfalt schützend, und gemeinschaftliches Engagement sind unsere Leitsterne.
Glücklicherweise verfügen wir über einen peruanischen Verein: El Puente del  Amistad eV, welcher ein wichtiges Organ zur Verwirklichung all dieser Vorhaben ist.

Jahresbericht El Puente 2013

Jahresbericht zum Downloaden