Unser Anliegen

Unser Weg: Miteinander - Hilfe zur Selbsthilfe

Die Sorge um den Lebensraum Erde und der Wunsch, unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen lässt uns aktiv werden.

Uns ist bewußt, dass wir bestimmte Herausforderungen der heutigen Zeit nicht alleine lösen können. Wir müssen zu einem Miteinander finden, welches den Hintergrund und die Andersartigkeit eines jeden einzelnen Menschen respektiert. Unterschiedliche Welten machen unterschiedliche Erfahrungen – diesen Erfahrungsreichtum auf Augenhöhe miteinander zu teilen ist unser Ziel.

Gemeinsames Wachstum gibt es da, wo in einem Miteinander im Laufe der Zeit Vertrauen entsteht – wo gegenseitige Verbindlichkeiten eingehalten werden, wo Verantwortung übernommen wird.

Tamshiyacu

 Tamshiyacu ist ein kleiner Ort, 50 km flussaufwärts des Amazonas von Iquitos aus. Dort leben ca. 6000 Einwohner, es gibt Schulen und Elektrizität. Der grosse Teil der Bevölkerung ernährt sich durch Anbau und Verkauf von Nahrungsmitteln. Die Ernährung bestht hauptsächlich aus Fisch, Bananen und Maniok. Die Transportwege sind lang und teuer. Ausser in der der Verwaltung der Gemeinde, als Lehrer oder Krankenschwester gibt es kaum Möglichkeiten Geld ausserhalb der Landwirtschaft zu verdienen.

Schulbildung

Schulbildung ist teuer - Schulartikel und Uniformen müssen von den Eltern bezahlt werden. Die Menschen dort lernen zwar die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, vergessen bald aber viel, wenn sie ihrer bäuerlichen Tätigkeit nachgehen. Weiterführende Schulen sind in Iquitos. Wer dort keine Familie hat, bei dem das Kind wohnen kann, für den wird die weitere Ausbildung unmöglich.

Das moderne Leben macht Müll

Die Moderne hielt mit den ersten Fernsehapparaten vor ungefähr 40 Jahren Einzug. Seither "beobachten" die Menschen die Im Regenwald leben das Leben ausserhalb. Es hat ein Streben nach westlichem Standard begonnen und ein Gefühl der Benachteiligung hat sich breit gemacht. Die Menschen haben noch nicht begriffen, dass sie durch dieses Streben sich und ihren Lebensraum langsam selbst zerstören. 

Mittlerweile sind so ziemlich alle Errungenschaften der Moderne erhältlich, die von den Medien propagiert werden. Folge ist unangemässener Gebrauch und Verbrauch moderner Konsumgüter, die das Medioambiente und das Wasser belasten.

 

Abholzung durch Großindustrie


Seit 2013 kommt eine weitere Bedrohung des Lebenraum Regenwald dazu. Großkonzerne machen Kahlschlag um Palmöl anzupflanzen. In Lima laufen Anträge zur Abholzung von mehr als 180 000 Hektar Primärwald allein in Loreto, dem Reguerungsbezirk von Tamshiyacu - die Lizensen sind erkauft, Bestechung ist das Mittel.

Direkt 1 km Luftlinie beginnt das desaströse Werk von Cacao Peru, welches in Indonesien unter Asian cooperations limited bekannt ist und dort die immense Umweltzerstörung verursacht hat. Allein um an Geld zu kommen, lassen die Einwohner von Tamshiyacu diese Zerstörung zu.